Künstlersozialkasse
Hallo zusammen,
ich würde gerne mal wissen, ob es einer von euch geschafft/versucht hat, in die Künstlersozialkasse aufgenommen zu werden.
Ich habe das einmal beantragt, wurde aber abgelehnt.
Antworten (4)
Mit welcher Begründung wurde abgelehnt?
Laut Antragsformular der Künstlersozialkasse (siehe Seite 2, Abschnitt 'Im Bereich Wort') müsste man als Übersetzer doch eigentlich aufgenommen werden.
Wo bist du denn momentan versichert?
Wahrscheinlich mit der Begründung, dass (Urkunden)Übersetzer weder Künstler noch Publizisten sind. Und das stimmt auch. Bei den Literaturübersetzern sieht die Sache ganz anders aus. Sie werden als Publizist eingestufft und kommen auch ohne weiteres in die KSK rein. Ich war über 10 Jahre bei der Künstlersozialkasse und das nur deshalb, weil ich eigentlich Journalist vom Beruf bin.
Das ist unwichtig. Denn die Künstler sozialkasse ist keine Krankenkasse. Die agiert - in dem sie die Hälfte der Sozialversicherungskosten übernimmt - wie "ein Arbeitgeber" von Künstlern und Publizisten. Du kannst/darfst bei einer x-beliebigen Krankenkasse versichert sein und bleibst auch nach der Aufnahme in die KSK weiterhin in der Krankenkasse.
So was hab ich mir gedacht, als ich mir vorhin den Formularabschnitt "Im Bereich Wort" näher anschaute. Die dort genannten Berufe gehen nämlich alle in Richtung Kunst/Bühne/Literatur/Presse/Publizistik. Dass freiberuflich tätige Urkundenübersetzer/Dolmetscher sowie Industrieübersetzer da nicht reinkommen, braucht einen nicht zu wundern.
Interessant. Mit dem Thema hatte ich mich noch nie so richtig befasst.
Solltest du aber tun. Denn ggf. kannst du bis zu 200 Euro pro Monat sparen. Vorausgesetzt, du machst wirklich Literaturübersetzungen und verdienst deinen Lebensunterhalt zum großen Teil davon. Dann gehörst du unbedingt in die KSK. Übrigens, die KSK ist weltweit einzigartig und eine der Perlen/Errungenschaften des deutschen Sozialstaates. Vor einigen Jahren wollte die FDP sie abschaffen. Glücklicherweise gibt es in Deutschland auch einige vernünftige Union-Politiker sowie die anderen Parteien, die nicht ausschließlich als Lobbyisten von Unternehmen tätig sind und diesen Unsinn verhindern wussten.
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