Sağına bakma
Liebe Runde,
hier gleich das nächste Problem.
Die Protagonistin liegt im Clinch mit ihrer (nur in ihrer Phantasie anwesenden) Mutter.
Sie hat sie gerade sagen lassen, sie soll vom Spiegel weggehen; denn "kuşluk vakti aynaya bakılmaz. Baban duyarsa valla kemiklerini kırar." Und dann spielt sie wieder sich selbst und antwortet:
"Senin mi, benim mi? Ah, anacığım, sağına bakma tren geçiyor, soluna bakma hamile kalırsın ."
Vermute ich richtig, dass sie in etwa sagen will, die Mutter wird schneller schwanger, als sie gucken kann?
Gruß,
Mau
Yanıtlar (2)
Danke Canan, danke Bosporus,
ich hab mit euren Erklärungen allerdings ein Problem.
Die Protagonistin sagt nämlich direkt danach:
"Oo, ağzımdan kaçtı. Böyle şeyler söylememek gerektiğini öğrettiler bana."
Sie sagt also etwas, was sich nicht gehört, was man gern unter der Decke hält. Aber so wie ihr es deutet, ist es ja nur Spott. Warum sollte sie nicht sagen dürfen, dass sich die Mutter übertriebene Sorgen macht?
Gruß,
Mau
Lieber Mau,
da Sie ja immer sehr genau nachfragen und nur gaaanz schwer zu befriedigen sind ;), möchte ich mich den Vorrednern anschließen und bestätige hiermit, dass die Protagonistin sich hier ganz klar über die einem opportunistischen Aberglauben entspringenden, unsinnigen Verbote der Mutter mokiert und hinterher mit "Oo, ağzımdan kaçtı..." sogar noch eins draufsetzt, so nach dem Motto: "Da werden einem von den Erwachsenen nicht nur blöde Verhaltensregeln auferlegt, sondern es wird einem auch noch der Mund verboten, wenn man sich - so wie ich es hier am liebsten frei von der Leber weg tun würde - darüber beschweren will" (eine der Grundregeln der türkischen Erziehung lautet: Man darf die von den Eltern/Erwachsenen aufgestellten Ge- und Verbote niemals in Frage stellen).
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